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01. September 2009
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Naturwunder in Kanada
1.) Niagarafälle
Die Niagarafälle liegen an der amerikanisch kanadischen Grenze in Buffalo und sind ein atemberaubendes Naturschauspiel. Genau genommen handelt es sich um zwei Wasserfälle, da der Niagara River durch die oben gelegene Insel Goat Island (Ziegeninsel) in zwei Teile gespalten wird. Die American Falls liegen auf der amerikanischen Seite der Grenze und die Horseshoe Falls auf der kanadischen Seite.Wer die Niagarafälle besucht, hat viele Möglichkeiten diese zu erleben. Ein absolutes Highlight ist eine Fahrt mit einem der „Maid of the Mist“ - Booten. Die Boote bringen die Touristen direkt an die Wasserfälle heran und bieten so die Möglichkeit, diese aus nächster Nähe zu erleben. Es ist ein sehr feuchter bis nasser Spaß, bei dem man Regenschutzcapes erhält. In den Wintermonaten finden die Bootsfahrten mit der „Maid of the Mist“ nicht statt. Ansonsten können die Niagarafälle auch von einem der beiden Aussichtstürme, bei einem Flug mit einem Helikopter oder Sportflugzeug, sowie aus den Parks zu beiden Seiten des Flusses bestaunt werden. Abends werden die Niagarafälle mit unterschiedlichen und alle 5 Minuten wechselnden Farben beleuchtet.
2.) Wapusk-Nationalpark
Der Wapusk-Park liegt an der Hudson Bay und ist eine fast unzugängliche, praktisch nur mit dem Hubschrauber erreichbare Landschaft mit mehreren tausend Seen und sumpfigen Torfmooren ohne gebahnte Wege. Auf einer Fläche von 11.475 qkm finden sich ein Küstengebiet mit salzhaltigen Marschen, Dünen, Stränden und sich bis 10 Kilometer ins Landesinnere erstreckenden Gezeitenzonen, eine Tundrazone mit vorzeitlichen Strandverformungen, Seggen bewachsenen Grünflächen, Moorland und Tundrasümpfen auch ein Taigagebiet mit verkrüppeltem nördlichem Forst aus Fichten, Lärchen und Weiden und ein kontinuierlichen Permafrost (Dauerfrostboden).Im Winter zählt der Wapusk-Nationalpark mit zu den kältesten und unwirtlichsten Regionen Kanadas. Die ungewöhnlich große Artenvielfalt des Nationalparks ist dadurch begründet, dass hier Arktis und Subarktis zusammentreffen. Neben Polarfüchsen, Eisbären, Schneehasen sind auch Ringelrobben, Elche und Karibus zu finden. Daneben bietet der Park auch Lebensraum für etwa 200 Vogelarten, wie Kanadagänse, Schneegänse und Pfeifschwäne, die hier ihre Brutplätze haben. Innerhalb der Parkgrenzen befindet sich vermutlich das bedeutenste Eisbären-Geburtshöhlengebiet der Welt. Der Tier- und Pflanzenreichtum machen den Park nicht nur während der „Eisbärenmonate“ Oktober und November für Touristen interessant.
3.) Hudson Bay
Die Hudson Bay ist ein großes Binnenmeer und wurde nach Henry Hudson benannt, der die Bucht 1610 entdeckte. Für die Seeschifffahrt spielt die Hudson Bay eher eine untergeordnete Rolle. Die Region um die Hudson Bay ist äußerst dünn besiedelt. Eine der Ortschaften ist Churchill. Die Erkundung der Küste von Hudson Bay ist nur mit „Tundra Buggys“, überdimensionaler Busse mit Ballonreifen, gefahrlos möglich. Die Busse werden von erfahrenen Guides durch die Tundra geführt. In den „Tundra Buggy Lodge“ ist für Touristen auch das Übernachten in der Tundra möglich. Sie beherbergt neben einer Kantine mit Küche, auch zweckmäßige Schlafkojen und eine Aufenthaltsraum. Über die Sommermonate finden sich eine ganze Reihe von Eisbären an der Küste der Hudson Bay ein und erwarten geduldig den Winter und darauf, dass das Wasser der Hudson Bay zufriert und sich das Packeis bildet. Denn erst wenn sich das Packeis gebildet hat, können die Eisbären auf das Eis und jagen ihre Hauptnahrungsquelle, die Ringelrobben.An der Küste der Hudson Bay in Churchill steht eine interessante Gestalt aus großen Steinen, ein Inukshuk, die für die Eskimos eine besondere Bedeutung hat.
4.) Tadoussac
Die kanadische Ortschaft Tadoussac gilt als einer der besten Beobachtungsplätze der Welt für Wale. Hier können neben Buckelwale, Finnwale und Zwergwale auch Blauwale beobachten werden. Zur Beobachtung der Wale wurden entlang der Küste verschiedene Aussichtspunkte errichtet. Eine andere Möglichkeit um den Walen besonders nahe zu kommen sind die angebotenen Bootstouren. Im Forschungszentrum Centre d’interprétation des mammifères marins mit vorhandenem Museum besteht die Möglichkeit sich ausführlich über das Leben der Meeressäugetiere zu informieren.Das alte Grand Hotel Tadoussac ist mit seinem roten Dach das auffälligste Gebäude der Ortschaft. Während des Sommers dient es heute Wal-Touristen und Urlaubern als Unterkunft. Auch eine Bootsfahrt in den Fjord ist empfehlenswert, da man einen großen Wasserfall, den es am Südufer gibt nur so zu Gesicht bekommt. Im Ort selbst kann außer dem alten Handelsposten auch die älteste Holzkirche in Kanada, die von Jesuiten Missionaren gebaut wurde, besichtigt werden.
Ein Naturerlebnis bietet der schöne Strand in der Stadtmitte, der sich im weiten Bogen zum Kap zieht. Noch schöner sind die Dünen aus hellem Sand, die man hinaufsteigt wie ein Berg, immer mit herrlichem Blick aufs Wasser. Oben bietet sich ein Spaziergang durch die Birkenwäldchen an, in dem es auch Picknickplätze gibt.
5.) Hopewell Rocks
Die Hopewell Rocks befinden sich am Hopewell Cape an der Bay of Fundy im kanadischen Brunswick. Hierbei handelt es sich um eine Gesteinsformation, die durch gezeitenbedingte Erosion entstanden ist. Die Felsen erinnern in ihrer Gestalt nach an Blumentöpfe. Während der Ebbe sind die Felsen vom Meeresboden aus zu besichtigen. Sobald die Flut einsetzt, heißt es schnellstens den Strand zu verlassen um über eine Treppe hinauf auf einen Aussichtspunkt zu gelangen. Nun sieht man das Schauspiel der welthöchsten Gezeiten aus einem ganz anderen Blickwinkel und die Hopewell Rocks wirken wie kleine Inseln inmitten des Meeres. Wegen der extremen Gezeiten steht die Felsformation zweimal täglich unter Wasser. Dann besteht die Möglichkeit eine Tour mit dem Kajak zu den Hopewell Rocks zu unternehmen. Im multimedialen Hopewell Rocks Interpretive Centre erhält man Karten, Broschüren und touristische Informationen über das Gebiet. Außerdem können Interessierte alles über die Bay of Fundy, die Gezeiten sowie Flora und Fauna und die Entstehung der Hopewell Rocks erfahren.Kanada ist vor allem bei Naturliebhabern und Abenteuerern ein beliebtes Reiseziel und somit für Sprachreisen für Naturfeunde sehr zu empfehlen!