Naturwunder in Frankreich

1.) Verdonschlucht

Die in der Provence gelegene Verdonschlucht zählt mit einer Länge von 21 Kilometern und einer Tiefe von bis zu 700 Metern zu den größten Schluchten des europäischen Kontinents. Durch die Schlucht, die im Französischen den Namen "Gorges du Verdon" trägt, schlängelt sich der Fluss Verdon, der im Gebirge Trois Evêchés in einer Höhe von 2.500 Metern entspringt und schließlich in die Durance mündet. Dabei durchläuft der Fluss eine spektakuläre Landschaft, die vom Département Var bis zum Département Alpes-de-Haute-Provence reicht. Der Flussverlauf durch die Schlucht wird klassischerweise in drei geographische Abschnitte eingeteilt: die "Prégorges" ab dem Örtchen Castellane bis nach Pont de Soleils, die "Gorges" von Pont de Soleils bis zum Imbut sowie der "Canyon", der vom Imbut bis nach Pont de Galetas reicht. Zu den Hauptattraktionen der Schlucht zählt der Styx du Verdon, der als eine Art Schlucht in der Schlucht in die Unterwelt zu führen scheint. Abenteuerlich veranlagte Besucher können sich direkt mitten in die Verdonschlucht begeben und sie mit einem Kanu oder einem kleinen Ruderboot erkunden. Verschiedene Wanderwege führen zudem zu Aussichtspunkten, die einen überwältigenden Blick auf die gigantische Schluchtenlandschaft bieten.

2.) Fontaine de Vaucluse

Das idyllische Örtchen Fontaine-de-Vaucluse liegt in der südfranzösischen Region Provence-Alpes-Côte d’Azur und zählt zu den touristischen Hauptattraktionen des Départements Vaucluse. Denn hier befindet sich die größte Quelle Frankreichs und die fünftgrößte Quelle der Welt, die ebenfalls den Namen Fontaine de Vaucluse trägt. Aus der Quelle entspringt der etwa 30 Kilometer lange Fluss Sorgue. Doch ihre Berühmtheit hat die Fontaine de Vaucluse nicht zuletzt der Tatsache zu verdanken, dass der berühmte Meeresforscher Cousteau das weit verzweigte Höhlensystem der Quelle systematisch untersuchte. Der Blick in den Quellschacht lässt das Ausmaß des unterirdischen Höhlenflusses nur erahnen. Der Ursprung der Quelle wird in einer Tiefe von über 300 Metern vermutet, und der Ausstoß der Quelle kann bei Hochwasser 100.000 Liter je Sekunde erreichen. Selbst in den trockeneren Sommermonaten sorgt das unterirdische Zuflussnetz im Karstgestein für einen ausreichenden Wasservorrat, der einen beständigen Ausfluss der Quelle ermöglicht. Zweifellos zieht die Fontaine de Vaucluse die Menschen schon seit Jahrtausenden in ihren Bann. Hiervon zeugen zumindest zahlreiche archäologische Funde, die bis in das erste Jahrhundert vor Christus zurückreichen.

3.) Neukaledonische Barriereriff

Das im südpazifischen Ozean gelegene Neukaledonische Barriereriff erstreckt sich über eine Länge von mehr als 1.500 Kilometer. Die Gesamtfläche des Riffs liegt bei rund 24.000 Quadratkilometern, während sich die durchschnittliche Tiefe bei 25 Metern bewegt. Das Neukaledonische Barriereriff umgibt sowohl die größte Insel Neukaledoniens namens Grand Terre mit ihren rund 200.000 Einwohnern als auch zahlreiche kleinere Inseln, hierunter die Ile des Pins sowie die Belep-Inseln. Das Riff zeichnet sich durch eine große Artenvielfalt aus. So wird das Barriereriff unter anderem von den vom Aussterben bedrohten Seekühen und von den Grünen Meeresschildkröten bewohnt, welche ein Gewicht von knapp 200 Kilogramm erreichen können. Dank der mannigfaltigen Unterwasserwelt des Pazifikparadieses kommen Taucher und Schnorchler hier ganz auf ihre Kosten. Das Neukaledonische Barriereriff ist nach dem Great Barrier Reef vor der Küste Australiens das zweitgrößte Riff der Welt. Die UNESCO setzte im Jahr 2008 eine Fläche von insgesamt 15.000 Quadratkilometer des Neukaledonische Barriereriffs auf ihre Liste des Weltnaturerbes.

4.) Chaos de Montpellier-le-Vieux

Die bizarren Felsformationen von Chaos de Montpellier-le-Vieux befinden sich im südfranzösischen Département Aveyron, nur wenige Kilometer von der Stadt Millau entfernt. Das gigantische Gesteinschaos, das sich dem Besucher hier bietet, scheint von Riesenhand erschaffen. Chaos de Montpellier-le-Vieux ist geologischer Bestandteil der Kalkhochebene Causse Noir. Chaos de Montpellier-le-Vieux erstreckt sich über eine Fläche von mehr als einhundert Hektar. Einzelne Formationen wurden im Verlauf der Jahrtausende derart eigenwillig vom Regenwasser ausgewaschen und von den Winden verformt, dass sie Assoziationen an mythische Gestalten wecken. Zu den bekanntesten Formationen des Gebiets zählen wohl die steinerne "Sphinx" und das so genannte "Tor von Mykene". Touristen können das archaisch anmutende Labyrinth aus Felsen entweder zu Fuß oder bequem im Inneren einer Minibahn erkunden. Die Rundfahrt über die Hauptroute dauert eine Stunde und führt zu den eindrucksvollsten Formationen des Geländes. Des Weiteren werden spezielle Touren auf abgelegenen Pfaden angeboten, die zu den weniger frequentieren Stellen des Terrains führen. Verschiedene Ausblickspunkte gewähren Besuchern einen hervorragenden Blick über das weitläufige Felsgelände.

5.) Aven Armand

Die im südfranzösischen Languedoc-Roussillon gelegene Höhle Aven Armand ist von dem kleinen Touristenörtchen Meyrueis problemlos erreichbar. Die Höhle ist Teil der südfranzösischen Kalkhochebene Causse Méjean, die rund 1.000 Meter über der Meeresoberfläche liegt. Von einer Plattform aus gelangen Besucher in einer Standseilbahn durch einen mehr als 200 Meter in die Tiefe reichenden Gang in die Karsthöhle Aven Armand. Dabei beeindruckt vor allem der zentrale Bereich der Höhle mit seinen gigantischen Ausmaßen. Denn der Hauptsaal hat eine Höhe von mehr als 70 Metern und eine Länge von über 100 Meter. Die Halle birgt ein Meer von über 400 Stalagmiten, die in den verschiedensten Farben schimmern. Dabei gilt der höchste von ihnen mit 30 Metern als der größte bisher bekannte Stalagmit der Welt. Die Höhle trägt den Namen ihres Entdeckers Louis Armand, der im Jahr 1897 zufällig auf die unterirdische Stalagmitenwelt stieß. Nach gemeinsamen Expeditionen mit dem renommierten Höhlenforscher Édouard Alfred Martel entschloss sich Armand zum Erwerb der Höhle und machte sie 1927 für Besucher zugänglich. Martel bezeichnete Aven Armand seinerzeit als einen Traum aus Tausendundeiner Nacht.

6.) Golf von Morbihan

Im Süden der Bretagne im Departement Morbihan befindet sich der beeindruckende Golf du Morbihan. Dieser Golf ist durch die Halbinsel Rhuys und der Bucht von Quiberon übrigen Meer nahezu abgetrennt. Nur eine etwa einen Kilometer breite Verbindung besteht noch zum Atlantik. In dieser Wasserenge finden sehr starke Gezeitenströmungen statt, die Geschwindigkeiten von bis zu 15 km/h erreichen können. Die Landschaft um den Golf du Morbihan ist geprägt durch interessante Naturgebiete, die in vielen Bereichen zum außerordentlichen Schutzgebiet erklärt wurde. In der Nähe von Carnac und Locmariaquer finden sich viele Zeugnisse der Geschichte, u.a. Menhiren, Dolmen und Hügelgräber. Innerhalb des Golfes finden sich viele beruhigte und feinsandige Buchten, die im Urlaub im Ferienhaus Bretagne mit Ihrem Hund ein idealer Platz für lange Spaziergänge und Wanderungen mit dem vierbeinigen Freund sind.

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