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01. September 2009
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Naturwunder in Dänemark
1.) Ilulissat-Eisfjord
Dänemark mit der unter seiner Hoheit stehenden Insel Grönland verfügen über zahlreiche landschaftliche Sehenswürdigkeiten, von denen einige auch aufgrund ihres Charakters oder der Größe zu Naturwundern zu zählen sind. Zu diesen Naturwundern zählt der Eisfjord von Illulissat an der Westküste Grönlands, ca. 250 km nördlich des Polarkreises gelegen. Der Fjord verdankt seine Existenz dem Semeg Kujalleg-Gletscher, einem der aktivsten der Welt. Mit einer Geschwindigkeit von 19 m pro Tag schiebt sich der Gletscher ins Meer, in dem unter Wasser bereits eine pleistozäne Moränenablagerung sich gebildet hat, an der sich das Eis staut. Insgesamt 20 Millionen Tonnen Eis fließen im Jahr durch diesen Fjord. Dadurch bildet sich eine einmalige Landschaft aus Eisbergen, die im Jahr 2004 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Insgesamt 386 km² umfasst das Gebiet, in das auch Reisen vom Landesinneren (Jakobshavn) oder per Boot möglich sind. Der Illulisat-Eisfjord ist nicht nur wegen seines landschaftlichen Reizes, sondern auch wegen seines Alters bedeutend. Das über 700 m mächtige Eis des Gletschers stammt noch aus der ersten Eiszeit. Wissenschaftler können so Klimageschichte studieren. Darüber wird der Fjord von vielen Tieren wie Robbenarten und Fischen bewohnt. Der Fjord hat sich auch zu einem beliebten Reiseziel entwickelt, in dem man in spektakulärer Landschaft Bootsfahrten unternehmen kann.2.) Wanderdünen bei Råbjerg Mile
Råbjerg Mile, bei Kandestederne gelegen, ist bekannt für seine Wanderdüne, die seit 2003 in einem umfangreichen Naturschutzprogramm unter Schutz gestellt wurde. Die Düne hat ein halbmondförmiges Aussehen und wandert ca. 15 Meter pro Jahr in Richtung Osten. Sie wird voraussichtlich im Jahre 2230 ins Meer wandern. Da die Råbjerg Mile-Düne jedoch in Zukunft Gefahr läuft, auch Häuser und Straßen unter sich zu begraben, gab es Überlegungen trotz des Schutzprogramms mit Pflanzungen zu beginnen. Da der dänische Staat dieses Gebiet jedoch Anfang des 20. Jahrhunderts erworben hat und im Rahmen eines europäischen Schutzprogramms solche Eingriffe verbietet, wird die Wanderdüne auch in den nächsten zwei Jahrhunderten zu sehen sein. Die Düne erreicht eine Höhe von 34-40 Metern und hat eine Ausdehnung von 1,2x1,0 Km. Sie stellt die letzte Wanderdüne in Dänemark dar, da man die anderen Dünen bepflanzt hat. Die Düne entstand wahrscheinlich während der sogenannten „Kleinen Eiszeit“ im 15. und 16. Jahrhundert, als der Meeresspiegel sank und viel Sand freilegte. Dieser konnte in den folgenden Jahrhunderten bis heute stetig durch den Wind fortbewegt werden. Die Wanderdüne ist besonders wegen ihrer seltenen und außergewöhnlichen Pflanzen- und Tierarten geschützt, die sich in den umgebenden Dünen-Heiden angesiedelt haben.3.) Møn
Die Kreidefelsen von Møns Klimt auf der in der Ostsee gelegenen Insel Møn sind ein beliebtes Reiseziel. Die 218 km² große Insel besteht aus Muschelkalk, doch während der letzten Eiszeit hat das Gewicht des Eises eine Schicht Kreide an die Oberfläche gebracht. Die Witterungsverhältnisse der letzten Jahrtausende haben den Felsen ihr heutiges Aussehen gegeben. Über 8 Km Länge erstreckt sich diese Steilküste, die eine Höhe von 130 Metern erreicht. Die Kreidefelsen sind auch heute noch aktiv, ständig gibt es Felsstürze und Abbrüche, allein im 20. Jahrhundert erfolgten fünf große Abbrüche, bei denen markante Felsen ins Meer stürzten und der gesamten Küste ein neues Aussehen verliehen. Besonders interessant ist diese Gegend für Wanderungen, aber auch für Fossiliensammler, da immer wieder Versteinerungen ans Meer gespült werden, die aus den Felsen stammen.4.) Wattenmeer der Nordsee
Das Wattenmeer der Nordsee, das seit 2009 auf die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO gesetzt wurde, ist ein über 13 000 km² großes Areal und damit das größte zusammenhängende Feuchtgebiet der Welt. Diesen Weltkulturerbetitel teilen sich die Niederlande, Deutschland und Dänemark, da sie Anreinerstaaten des Wattenmeers sind. Das Wattenmeer hat eine Länge von über 450 km und eine Breite von knapp 40 km. Nur ein Zehntel der Gesamtfläche liegt im dänischen Hoheitsbereich. Die gesamte Westküste Dänemarks nördlich bis Blavand gehört hierzu. Das Wattenmeer ist durch das Wechselspiel der Gezeiten entstanden und ein einmaliges Habitat für zahlreiche Tiere und Pflanzen, die einmal unter Wasser, einmal an der Luft zu leben gelernt haben. Im Nahbereich leben viele marine Lebewesen, aber auch Insekten, von denen sich Fische und Vögel ernähren. Das salzige Brackwasser hat einen einmaligen Lebensraum erschaffen, der nur hier existent ist. Das Wattenmeer zieht auch viele Besucher an, wodurch sich an der Küste ein ausgeprägter Tourismus entwickelt hat. Das Klima dieser Region war bereits Ende des 19. Jahrhunderts für seine heilsame Wirkung bekannt, so dass vor allem auch Menschen mit Atemproblemen gerne in die Region des Wattenmeeres reisen.Alle vier Naturwunder sind ein Bestandteil der dänischen Kultur und Geschichte, sind aber weltweit auch einzigartig und genießen deswegen einen besonderen Schutz.