Naturwunder in Brasilien

1.) Wasserfälle von Iguazu

Die Wasserfälle von Iguazu (auf Portugiesisch: Iguaçu) zählen zu den spektakulärsten Naturschauspielen Brasiliens. Die Iguazu-Fälle bilden im Südwesten Brasiliens eine natürliche Grenze mit Argentinien. Der Name Iguazu stammt aus der Sprache der Tupi-Guaraní-Indios, die den Ort zu rituellen Zwecken nutzten und ihm den Namen "Großes Wasser" gaben. Die Wasserfälle von Iguazu zählen neben den Victoria- und Niagara-Fällen zu den größten Wasserfällen der Welt. Die UNESCO setzte die Wasserfälle von Iguazu 1986 auf ihre Liste des Welterbes.
Bei einer Gesamtbreite von 2,7 Kilometern stürzen sich durchschnittlich 1.700 Kubikmeter Wasser pro Sekunde die Fälle hinunter. Der über ein Kilometer lange Besuchersteg führt in die unmittelbare Nähe der tosenden Urgewalten. Besuchern bietet sich von zahlreichen Aussichtspunkten ein atemberaubender Blick auf den Rio Iguazu, der sich hier 800 Meter in die Tiefe stürzt.
Die Wasserfälle von Iguazu befinden sich inmitten des brasilianischen Parque Nacional de Iguaçú, der sich mit seinem tropischen Regenwald über eine Gesamtfläche von 185.000 Hektar erstreckt. In dem Nationalpark bietet sich Besuchern zudem die Möglichkeit, das weitläufige Gebiet um die Wasserfälle bei einer Busfahrt zu besichtigen. Zudem werden kleine Bootstouren über den Rio Iguaçú angeboten, die direkt zu den Wasserfällen führen.

2.) Pico da Neblina

Der Pico da Neblina ist mit einer Höhe von rund 3.000 Metern der höchste Berg Brasiliens und markiert die Grenze zwischen Venezuela und Brasilien. Wie der Name des Bergs erahnen lässt, ist sein Gipfel die meiste Zeit in Neben eingehüllt. Der Pico da Neblina ist Bestandteil des Imeri-Massivs, das wiederum zum Bergland von Guayana zählt.
Der Pico da Neblina wurde erstmals im Jahr 1965 von einem brasilianischen Expeditionsteam erklommen. Auch heute noch zeichnet sich das Gebiet um den Pico da Neblina durch weitgehend unberührte Natur aus. Der Berg befindet sich im über 22.000 Quadratkilometer großen Nationalpark Pico da Neblina, im brasilianischen Bundesstaat Amazonas, in dem auch Yanomami-Indios beheimatet sind.
Ein Besuch des Pico da Neblina bleibt daher für jeden Besucher ein unvergessliches Naturabenteuer. Bester Ausgangspunkt für eine Reise zum Berg ist die Stadt São Gabriel da Cachoeira. Von hier aus erreichen Besucher über die Flüsse Ia und Tucano den Fuß des Pico da Neblina. Die tropischen Regenwälder, die den Pico umgeben, beherbergen eine Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten. So können Besucher unter anderem endemische Orchideen oder fleischfressende Pflanzen aus der Nähe betrachten. Auf dem Weg zum Gipfel befinden sich verschiedene Camps, die Gelegenheit zum Verschnaufen und zur Erkundung der einzigartigen Naturvielfalt bieten.

3.) Rocas-Atoll

Das im Atlantischen Ozean gelegene Rocas-Atoll liegt auf halber Strecke zwischen Brasilien und der Inselgruppe Fernando de Noronha. Das Atol erstreckt sich über mehr als sieben Quadratkilometer und ist vulkanischen Ursprungs. Seit dem Jahr 2001 befindet sich das Rocas-Atoll auf der Weltnaturerbe-Liste der UNESCO.
Das Atoll beherbergt die beiden kleinen Inseln Ilha do Cemitério und Ilha do Farol, die von den verschiedensten Vogelarten bewohnt werden. In den Gewässern haben unter anderem Haie, Delfine und Schildkröten ihr Zuhause. Bei der höchsten Erhebung des Atolls handelt es sich um eine Sanddüne von sechs Metern, die im Süden der Ilha do Farol liegt. Beide Inseln sind mit Gräsern und Büschen bewachsen, in denen eine Vielzahl von Spinnen, Skorpionen und Käfern lebt, die im Rocas-Atoll endemisch sind. Das Atoll ist weitestgehend unberührt und wird derzeit ausschließlich im Rahmen von biologischen Forschungsarbeiten genutzt.

4.) Amazonas

Der Amazonas hat seit seiner Entdeckung durch die spanischen Konquistadoren immer wieder Anlass für Mythen und Legenden gegeben. Denn als sich der Spanier Francisco de Orellana im Jahr 1542 von seiner Expedition absetzte und als erster Europäer den Amazonas von seiner Quelle bis zur Mündung befuhr, kehrte er nicht nur mit abenteuerlichen Geschichten von kriegerischen Amazonen an den spanischen Hof zurück, sondern auch mit zahlreichen Schätzen aus der Neuen Welt.
Der Amazonas durchläuft mit seinem Netz aus über 200 Nebenflüssen das rund vier Millionen Quadratmeter große Amazonasgebiet. Damit bildet der Amazonas das weltweit größte zusammenhängende Süßwasserreservat. Der Rio Amazonas entspringt im peruanischen Anden-Gebirge und bahnt sich über mehr als 3.000 Kilometer seinen Weg durch das brasilianische Amazonasbecken, bis er bei Macapá in den Atlantischen Ozean mündet.
Dabei erreicht der Amazonas an einigen Stellen eine Tiefe von bis zu 100 Meter. Der Fluss zeichnet sich durch eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt aus. So können Besucher hier unter anderem auf die verschiedensten Arten von Piranhas oder auch auf den rosafarbenen Amazonasdelfin treffen, der bis zu drei Meter lang werden kann. Der Großteil der Faune und Flora im Amazonasgebiet gilt jedoch noch als unentdeckt.

5.) Zuckerhut

Der Zuckerhut gilt neben der 38 Meter hohen Christusfigur auf dem Gipfel des Corcovado als Wahrzeichen der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro. Der Pão de Açúcar, wie ihn die Brasilianer nennen, ragt auf der Halbinsel Urca an der Bucht von Guanabara knapp 400 Meter in die Höhe.
Besucher können die Spitze des Zuckerhuts über einen Seilbahn-Waggon, den so genannten Bondinho, erreichen. Die Talstation des Bondinho befindet sich im südlichen Stadtteil Urca, direkt am Strand Praia Vermelha. Von hier aus führt die Tour zunächst zum Morro da Urca, der in einer Höhe von mehr als 200 Metern bereits eine hervorragende Aussicht bietet. Zum Gipfel führt schließlich die zweite Seilbahn, in die der Besucher direkt auf der Plattform des Morro da Urca umsteigen kann. Wer den monumentalen Granitfels lieber aus eigener Kraft erklimmen will, der kann den Fußweg wählen, der ebenfalls an der Praia Vermelha beginnt. In luftiger Höhe bietet sich hier ein atemberaubender Blick über Rio de Janeiro sowie auf die umliegenden Strände von Barra da Tijuca, Ipanema und Leblon.

Hier fehlt aber ein bekanntes Naturwunder!

Hier können Sie ein neues Naturwunder zu Brasilien vorschlagen!