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01. September 2009
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Naturwunder in Australien
1.) Ayers Rock
Der Ayers Rock oder Uluru ist ein großer Inselberg aus rostrotem Arkose-Sandstein, der sich im Northern Territory, in der zentralaustralischen Wüste befindet. Dieser eigenwillige Name stammt aus dem Sprachgebrauch der Aborigines und bedeutet übersetzt „Sitz der Ahnen“. Für sie ist der Ayers Rock eine heilige Stätte und ein wichtiger Platz ihrer religiösen Mythologie. Die Aborigines haben diesen spektakulären Felsen für 99 Jahre an die Parkverwaltung zur touristischen Nutzung vermietet. Seither wird der Park sowohl von den Ureinwohnern als auch dem Nationalpark gemeinsam geführt und verwaltet. Die meisten der etwa 2.000 hier lebenden Aborigines halten sich in so genannten Outstations auf und keinen wirklichen Anteil am einträglichen und wachsenden Tourismusgeschäft.Der Berg ist etwa 3 km lang und 2 km breit und bringt es so auf einen Gesamtumfang von rund 10 km und eine Höhe von zirka 350 m. Er liegt im 1336 qkm großen Uluru- Kata-Tujata-Nationalpark. Dieses Bergmassiv soll vor etwa 800 Millionen Jahren aus Geröll und Schlamm entstanden sein und weist einen hohen Eisengehalt auf. Seit der Park 1987 in die „World Heritage List“ der UNESCO aufgenommen wurde, stehen die einigartigen Naturdenkmäler, Pflanzen- und Tierarten unter Naturschutz.
Unzählige Legenden und Geschichten ranken sich um diesen Berg und machen ihn zu einem geheimnisvollen und interessanten touristischen Anziehungspunkt. Das Besteigen des Uluru ist eigentlich Tabu, denn es handelt sich hier um ein Heiligtum der Ureinwohner. Von Seiten der Nationalparkverwaltung ist der Aufstieg auf der gekennzeichneten Strecke allerdings erlaubt und gehört bis heute zum so genannten Pflichtprogramm und besonderen Urlaubserlebnis der meisten Besucher. Wer allerdings den Aborigines Respekt und Ehre entgegenbringen möchte, lässt die Besteigung des Ayers Rocks sein, denn schließlich kann man ihn auch in 3 bis 4 Stunden umwandern und dabei viel Interessantes entdecken.
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2.) Great Barrier Reef
Das Große Barriereriff vor der australischen Küste, das ebenfalls zum UNESCO-Welterbe gehört, ist das größte und gleichzeitig beeindruckendste Korallenriff unserer Erde. Der britische Seefahrer James Cook entdeckte dieses Riff auf seiner ersten Südseereise im Jahre 1770, als er mit seinem Schiff dort auf Grund lief.Das Riff, nordöstlich von Australien, an der Ostküste Queenslands, ist bislang auf eine Länge von etwa 2.300 km angewachsen. Dabei besteht es aus einer Kette von Einzelriffen, fast 1.000 Inseln und zahlreichen Sandbänken. Seine Gesamtfläche beträgt zirka 347.800 qkm und kann wegen seiner enormen Ausdehnung sogar mit bloßem Auge aus dem Universum gesehen werden. Das glasklare Wasser hat hier eine Sichttiefe von sage und schreibe 60 m.
Wissenschaftler und Forscher datieren die Entstehungsgeschichte dieses komplexen Riffsystems mehrere Millionen Jahre zurück. Hier wurden bis jetzt 359 Hartkorallenarten gezählt, welche wiederum unzähligen Weichkorallen, diversen Schwammarten und Weichtieren, Fischen und Stachelhäutern einen optimalen Lebensraum bieten. Sechs von sieben weltweit anzutreffenden Meeresschildkrötenarten sind in diesem Gebiet zu Hause. Korallenriffe sind sehr empfindliche Ökosysteme, bei denen schon kleinste Veränderungen schwerwiegende Folgen haben können. Aus diesem Grund haben Naturschützer und Wissenschaftler der Region ein wachsames Auge auf diesen magischen Ort. Natürlich ist dieses einmalige Naturwunder touristisch attraktiv. Aus diesem Grund besuchen etwa 8 Millionen Gäste jährlich das Great Barrier Reef. Neben Tagesausflügen oder mehrwöchigen Segeltörns bieten die örtlichen Unternehmen auch so genannte Unterwasserobservationen mit Halb-U-Booten oder Glasbodenbooten an. Die beliebteste Art der Rifferkundung ist und bleibt allerdings immer noch das Schnorcheln und Tauchen. Viele Tauchgebiete der Region sind mit Netzen begrenzt, um die Taucher so vor unliebsamen Begegnungen mit Haien oder Muränen zu schützen.
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3.) Lord-Howe-Inselgruppe
Diese Inselgruppe ist sozusagen ein australisches Außengebiet und liegt etwa 630 km vor der Ostküste des Bundesstaates New South Wales in der Tasmanischen See. Ihren Namen erhielt diese Region von ihrem Entdecker, dem englischen Flottenadmiral Richard Howe, der 1788 per Zufall diese noch unbewohnten Inseln auf einer Expeditionsreise fand. Heute handelt es sich bei diesem Refugium um ein Meeresschutzgebiet, dass seit 1982 auf der Liste des UNESCO-Welterbes steht. Der südliche Teil der Inseln erhebt sich mit dem Mount Gower 875 Meter über den Meeresspiegel. Der zweite, hier steil aufragende Berg ist der 777 Meter hohe Mount Ligbird. An ihren Klippen fallen Steilküsten meerwärts ab. Diese Insel stellt zusammen mit ihren umliegenden Eilanden das einzige Festland im Umkreis von fast 100 km dar und ist insgesamt nur etwa 11 km lang und 2 km breit. Ihre Gesamtfläche beträgt etwa 14,6 qkm und bildet eine sichelförmige Bucht mit einer herrlichen Lagune aus seichtem Wasser und einem prächtigen Korallenriff. Es ist das südlichste Riff unseres Planeten.Diese einsam geglaubte Inselgruppe steckt voller Superlative. Wissenschaftler und Forscher bezeichnen dieses Gebiet zu Recht als Raritätenkabinett der Schöpfung, randgefüllt mit allerlei Skurrilitäten. Es ist ein Paradies für brütende Seevögel. Doch leider haben die durch frühere Seefahrer eingeschleppten Pflanzen- und Tierarten die einheimische Population beinahe gänzlich verdrängt. So sind in den vergangenen 200 Jahren etwa 15 flugunfähige Landvogelarten ausgestorben, ein tragischer und unersetzlicher Verlust!
Nun versuchen engagierte Biologen und Naturforscher mit viel Herz und Enthusiasmus trotz der Besucherströmer von etwa zehntausend Touristen im Jahr, das biologische Gleichgewicht auf den Inseln zu erhalten. Dazu wird es vielleicht nötig sein, dass allgemeine Wanderverhalten der Gäste zu analysieren und in die richtigen Bahnen zu lenken. Nur dann besteht berechtigter Grund zu der Hoffnung, dieses herrliche Refugium noch recht lange für die Nachwelt erhalten zu können.
4.) Purnululu-Nationalpark
Eines der größten Naturwunder unserer Erde ist zweifellos der Purnululu-Nationalpark. Sein Name kommt aus der Sprache des Kija-Stammes und bedeutet so viel wie Sandstein. Noch zu Beginn der 1980er Jahre war dieses Gebiet nur den Ureinwohnern selbst, den einheimischen Farmern und einigen Geologen und Wissenschaftlern bekannt. Spezielle Radiokarbon-Messungen lassen allerdings ziemlich eindeutig darauf schließen, dass dieses Gebiet schon seit etwa 20.000 Jahren besiedelt ist. Das beweisen auch die zahlreichen archäologischen Funde von Kunstgegenständen und Grabstätten.Bislang wird diese Region glücklicherweise noch nicht vom Massentourismus überrollt, sondern beschränkt sich auf Besucher mit entsprechendem finanziellen Budget oder Abenteurer und Backpacker.
Der Purnululu-Nationalpark wurde im Jahre 1987 gegründet. Er befindet sich die Bungle Bungle Range mit einer Gesamtfläche von 320.000 ha. Etwa ein Drittel liegt direkt im Nationalpark oder ist als Schutzgebiet ausgewiesen. Die Range ist ungefähr 360 Millionen Jahre alt und erhebt sich zirka 200 m über das Umland hinaus. Der hier entstandene Sandstein wurde durch Erosionen und extreme Witterungsverhältnisse diese lange Zeit hindurch geformt und es entstanden die typischen geringelten Kegelberge, die auch als Bienenkörbe bezeichnet werden. Auf Grund dessen ist die Landschaft hier auch ziemlich karg und beschränkt sich meist auf Buschland mit Eukalyptus, Akazien und Spinifex Gras. Nur in tieferen Schluchten sind auch einige Palmenarten zu finden. Hier fällt dem Besucher die attraktive Fächerpalme oder Livistona meist ganz besonders ins Auge. Die Tierwelt der Region ist zwar zahlreich aber nicht so leicht zu entdecken. Sie setzt sich hauptsächlich aus verschiedenen Echsenarten und Vögeln, wie etwa Milanen, Tauben und farbenprächtigen Wellensittichen zusammen.
5.) Shark Bay
Shark Bay, die wohl herrlichste Meeresbucht am Rande des australischen Kontinents, befindet sich direkt an der Westküste des Landes. Sowohl die Halbinsel als auch der Verwaltungssitz der Region tragen diesen Namen, doch die Besucher dieser Region verbinden den Namen Shark Bay wohl zuerst mit dem Shark Bay Marine-Nationalpark, der seit 1991 zum UNESCO-Welterbe gehört. Dieses geschützte Gebiet besteht eigentlich aus zwei Buchten und umfasst etwa eine Fläche von 23.000 qkm.In dieser Bucht leben neben den berühmten Delfinen von Monkey Mia noch ungefähr 10.000 Gabelschwanz- Dugongs, eine spezielle Seekuhart. Das entspricht etwa 10% der gesamten Dugong- Population, die es auf der Welt überhaupt gibt. Sie finden hier natürlich auch die wohl üppigste, bekannte Seegraswiese der Welt. Auch verschiedene Meeresschildkröten, Rochen, Seeschlangen, Wale und Haie haben sich hier nieder gelassen. Die kontrastreiche Kombination von prächtigen Pflanzen und Tieren über und unter dem Meeresspiegel machen die Shark Bay zu einem weltweit einmaligen Refugium. Das Buschland von Shark Bay ist außerdem auch die Heimat von etwa 26 Säugetierarten, mehr als 230 Vogelarten und einer enormen Reptilienpopulation.
Das ganzjährig milde Klima der Region erlaubt zu allen Jahreszeiten ein grenzenloses, interessantes und unbeschwertes Urlaubsvergnügen. Entlang der gesamten Küste findet man große, gut geführte Caravan-Parks meist direkt am Strand.